Otto Král

24. August 1904, Aussig (Ústí nad Labem) – 8. September 1943
Otto Král kommt 1904 als Sohn eines Schneiders in Aussig (Ústí nad Labem) zur Welt. Nach dem Schulbe­such ist er bei der Böhmischen Handels­gesellschaft in Aussig tätig, 1936 wird er in die General­direktion nach Prag versetzt und übernimmt schließlich die Leitung der Buchhaltung. Seit 1920 ist er Mitglied der patriotisch geprägten Turnervereinigung Sokol.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht und dem 1941 erfolgten Verbot des Sokol wird er am 8. Oktober 1941 im Zuge der landesweiten Verhaftungswelle gegen Sokolfunktionäre festgenom­men und sechs Wochen lang inhaftiert. Ab Januar 1942 beteiligt er sich nach Einladung durch Václav Klaus an einer Unterstützungsaktion zugunsten notleidender Angehöriger von festgenommenen Funktionären.
Nach seiner Festnahme am 27. Juli 1942 verurteilt der „Volks­gerichtshof” ihn am 11. August 1943 zusammen mit František Hánek, Otto Frömpter, Karel Prkno und Václav Klaus wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. Sie werden am 8. Septem­ber 1943 während der soge­nannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötz­ensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volks­gerichtshofs” gegen František Hánek und andere vom 29. Juni 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-341-6

Urteil des „Volks­gerichtshofs” gegen František Hánek und andere vom 11. August 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-341-6

Sterbeurkunde von Otto Král vom 11. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Telegramm an den „Staatsminister für Böhmen und Mähren” mit Bescheid über die Hinrichtung von Otto Král und anderen, 15. September 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-341-6

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