Karel Krása

29. März 1902, Rakonitz (Rakovník) – 14. Januar 1943
Karel Krása

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Karel Krása, 1940

Bundesarchiv R 3017/8082

Karel Krása dient nach seinem Militär­dienst der Tsche­choslowa­kischen Armee als Leutnant der Reserve und ist zuletzt als Rechnungs­beamter im Finanz­ministerium in Prag tätig.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht, der Errichtung des „Protek­torats Böhmen und Mähren” und der damit verbundenen Auflösung der Tschecho­slowakischen Armee schließt sich Karel Krása im Dezember 1939 der geheimen Militär­organisation Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation) an. Diese in erster Linie aus ehema­ligen Offizieren bestehende Organisation sucht eine Geheim­armee aufzubauen mit dem Ziel der Wieder­herstellung der Tschecho­slowa­kischen Republik. Karel Krása erklärt sich bereit, in Josef Spurnýs Kompanie als Zugführer zu dienen, angeführt wird das Bataillon in Prag-Lieben und Prag Kobilis durch den Ober­leutnant a. D. Robert Amcha. Durch diesen wird Karel Krása auch mit Flug­blättern und der Zeitschrift des nicht­kommu­nistischen Wider­stands „V Boj” versorgt.
Der verheiratete Familien­vater wird am 11. Juli 1940 festge­nommen und am 19. Oktober 1942 vom „Volks­gerichtshof” zusammen mit Robert Amcha, Josef Spurný und zwei weiteren Ange­klagten zum Tode verurteilt. Alle fünf Männer werden am 14. Januar 1943 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Karel Krása

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Robert Amcha und andere vom 19. Oktober 1942

Bundesarchiv R 3017/8081

Anordnung des Reichsjustizministers zur Urteilsvollstreckung gegen Karel Krása und andere vom 30. Dezember 1942

Bundesarchiv R 3017/8082

Bekanntmachung der Hinrichtung von Karel Krása und anderen, plakatiert Anfang 1943 in Prag

Bundesarchiv R 3017/8082

Sterbeurkunde von Karel Krása vom 15. Januar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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