Hermann Krause

29. Januar 1902, Oberhermsdorf/Goldberg (Złotoryja) – 22. Dezember 1939
Hermann Krause

Hermann Krause

Jehovas Zeugen, Archiv Zentraleuropa

Der Landwirt Hermann Krause lebt mit seiner Frau Minna in Gersdorf am Queis (Gierałtów) und gehört der Glaubens­gemein­schaft der Zeugen Jehovas an. Als er zur Wehrmacht einberufen wird, verweigert er aus religiösen Gründen den Kriegs­dienst.
Bereits kurz vor dem deutschen Überfall auf Polen ist am 26. August 1939 die „Kriegs­sonderstraf­rechts­­verordnung” in Kraft getreten. Danach wird die Verweigerung des Wehr­dienstes als „Zersetzung der Wehrkraft” geahndet und kann mit dem Tode bestraft werden.
Hermann Krause wird am 4. November 1939 angeklagt und am 5. Dezember vom Reichs­kriegs­gericht zum Tode verurteilt. Er wird am 22. Dezember 1939 gemeinsam mit fünf weiteren Zeugen Jehovas, die den Dienst an der Waffe verweigert haben, im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Hermann Krause

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Mitteilung an Minna Krause über die Hinrichtung ihres Ehemannes, 22. Dezember 1939

Jehovas Zeugen, Archiv Zentraleuropa

Sterbeurkunde von Hermann Krause vom 21. Dezember 1939

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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