Artur Kreiský

23. September 1912, Mährisch Ostrau (Moravská Ostrava) – 10. Juni 1943
Artur Kreiský wird am 23. September 1912 in Mährisch Ostrau geboren und ist zuletzt als Handels­vertreter be­schäftigt.
Er wird im März 1939 für den zivilen Teil der Obrana Ná­roda (ON – Verteidigung der Nation) ange­worben. Die ON ist eine geheime Organisation tschecho­slowakischer Offiziere, die sich nach der Errichtung des „Protektorats Böhmen und Mähren” im Frühjahr 1939 gebildet hat und deren Mitglieder versuchen, unter deutscher Besatzung ein geheimes Heer aufzubauen. Kreiský ist für die ON nach­richten­dienstlich tätig und sammelt Berichte sowohl über die Stimmung in der tschecho­slowakischen Be­völ­kerung als auch die Stärke der deutschen Truppen, die er in mehreren geheimen Zusammenkünf­ten mit anderen ON-Angehörigen austauscht und auswertet. Mehrmals erhält er illegale Flug­schriften und ist an deren Weiter­ver­breitung beteiligt.
Nach seiner Festnahme Mitte März 1941 wird Artur Kreis­ký vom 1. Senat des „Volks­gerichtshofs“ am 11. Ja­nuar 1943 unter anderen wegen „Vorbe­reitung zum Hochver­rat“ und „Feindbe­günstigung“ zum Tode verur­teilt und am 10. Juni 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Haftbefehl gegen Artur Kreiský vom 8. August 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-322-6

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Artur Kreiský und weitere Personen vom 11. Januar 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-282-3

Gnadengesuch von Sophie Kreiský für ihren Sohn Artur, undatiert

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-282-6

Sterbeurkunde von Artur Kreiský vom 11. Juni 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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