Artur Kreiský
Er wird im März 1939 für den zivilen Teil der Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) angeworben. Die ON ist eine geheime Organisation tschechoslowakischer Offiziere, die sich nach der Errichtung des „Protektorats Böhmen und Mähren” im Frühjahr 1939 gebildet hat und deren Mitglieder versuchen, unter deutscher Besatzung ein geheimes Heer aufzubauen. Kreiský ist für die ON nach­richtendienstlich tätig und sammelt Berichte sowohl über die Stimmung in der tschechoslowakischen Be­völkerung als auch die Stärke der deutschen Truppen, die er in mehreren geheimen Zusammenkünften mit anderen ON-Angehörigen austauscht und auswertet. Mehrmals erhält er illegale Flugschriften und ist an deren Weiterver­breitung beteiligt.
Nach seiner Festnahme Mitte März 1941 wird Artur Kreis­ký vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs“ am 11. Ja­nuar 1943 unter anderen wegen „Vorbereitung zum Hochver­rat“ und „Feindbegünstigung“ zum Tode verur­teilt und am 10. Juni 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Haftbefehl gegen Artur Kreiský vom 8. August 1941
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-322-6
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Artur Kreiský und weitere Personen vom 11. Januar 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-282-3
Gnadengesuch von Sophie Kreiský für ihren Sohn Artur, undatiert
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-282-6
Sterbeurkunde von Artur Kreiský vom 11. Juni 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung


























