Antonín Krejčí

6. Dezember 1906, Jirschitz (Jiřice) – 11. Januar 1943
Antonín Krejčí

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Antonín Krejčí, 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-334-10

Antonín Krejčí arbeitet seit seinem 12. Lebensjahr als Kutscher in der Landwirt­schaft. Seit Früh­jahr 1940 steht er im Dienst eines Guts­besitzers in Koudelov.
Als in der Nacht zum 4. Oktober 1941 – nach der Beset­zung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht – ein von London kommender tschechischer Fallschirm­spring­er in der Nähe des Gehöfts landet, stößt er auf einen der drei dortigen Kutscher. Sie verstecken ihn für eine Nacht.
František Pavelka war aus einem britischen Militär­flug­zeug abgesprungen, um sich in Tschaslau (Čáslav) einer Wider­stands­gruppe anzuschließen. Mit ihm wurde ein Lasten­fallschirm mit einem Funkgerät abge­worfen. Der Kutscher František Kalina versteckt Pavelka in seinem Haus. Antonín Krejčí überbringt einen Brief an Pavelkas Kontakt­leute, die ihn am nächsten Abend abho­len.
Am 13. Februar 1942 werden die drei Kutscher festge­nommen. Der „Volks­gerichtshof” verurteilt sie und František Pavelka am 19. Au­gust 1942 wegen „Feind­begüns­tigung, Vorbereitung zum Hoch­verrat und uner­laubten Besitzes einer Funk­sendeanlage” zum Tode. Pavelkas Gnadengesuch für die drei Helfer wird abge­lehnt und alle vier Männer am 11. Januar 1943 in Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Antonín Krejčí

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen František Pavelka und andere vom 19. August 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-334-7

Nachricht von František Pavelka vom 4. Oktober 1941 mit Übersetzung

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-334-7

Bescheid über durch Erfüllung des letzten Wunsches von Antonín Krejčí entstandene Kosten, 12. Januar 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-334-7

Sterbeurkunde von Antonín Krejčí vom 12. Januar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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