Antonín Krejčí


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Antonín Krejčí, 1941
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-334-10
Als in der Nacht zum 4. Oktober 1941 – nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht – ein von London kommender tschechischer Fallschirmspringer in der Nähe des Gehöfts landet, stößt er auf einen der drei dortigen Kutscher. Sie verstecken ihn für eine Nacht.
František Pavelka war aus einem britischen Militärflugzeug abgesprungen, um sich in Tschaslau (Čáslav) einer Widerstandsgruppe anzuschließen. Mit ihm wurde ein Lastenfallschirm mit einem Funkgerät abgeworfen. Der Kutscher František Kalina versteckt Pavelka in seinem Haus. Antonín Krejčí überbringt einen Brief an Pavelkas Kontaktleute, die ihn am nächsten Abend abholen.
Am 13. Februar 1942 werden die drei Kutscher festge­nommen. Der „Volksgerichtshof” verurteilt sie und František Pavelka am 19. Au­gust 1942 wegen „Feind­begünstigung, Vorbereitung zum Hochverrat und unerlaubten Besitzes einer Funksendeanlage” zum Tode. Pavelkas Gnadengesuch für die drei Helfer wird abgelehnt und alle vier Männer am 11. Januar 1943 in Plötzen­see ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Antonín Krejčí
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen František Pavelka und andere vom 19. August 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-334-7
Nachricht von František Pavelka vom 4. Oktober 1941 mit Übersetzung
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-334-7
Bescheid über durch Erfüllung des letzten Wunsches von Antonín Krejčí entstandene Kosten, 12. Januar 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-334-7
Sterbeurkunde von Antonín Krejčí vom 12. Januar 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

























