Otto Kreuschner

6. Juli 1895, Berlin – 29. Dezember 1943
Otto Kreuschner ist nach der Volks­schule in Berliner Speditions­firmen und bei der Müll­abfuhr beschäftigt. Er nimmt am Ersten Welt­krieg teil und erhält mehrere Auszeich­nungen. Seit März 1940 arbeitet er als Packer in der Buch­verlags­handlung der Deutschen Arbeits­front (DAF).
Anfang März 1943 wird er nach einem Luftan­griff in eine DAF-Filiale in Berlin-Wilmers­dorf zu Aufräum- und Bergungs­arbeiten herangezogen und nimmt dabei einzelne Haus­halts­gegen­stände an sich.
Otto Kreuschner wird vom Sonder­gericht II am 9. Dezember 1943 wegen „Plünderns" auf Grundlage der „Verord­nung gegen Volks­schädlinge" zum Tode verur­teilt und am 29. Dezember 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.
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