Walter Krickstadt
30. Juni 1896, Berlin
– 11. August 1944
Der Sohn eines Verwaltungsinspektors bei der Reichsunfallversicherung ist nach einer kaufmännischen Lehre als Korrespondent und Buchhalter sowie zeitweise als Kanzleivorsteher tätig. Nach dem Ersten Weltkrieg betreibt Walter Krickstadt ein Export- und Versandgeschäft für Sanitärartikel. 1939 wird er Buchhalter bei der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte.
Ab 1932 führt der Familienvater für mindestens 30 Frauen Schwangerschaftsabbrüche durch, ohne dafür Geld zu verlangen. Als Betreiber eines Handels mit Sanitärartikeln wurde er von einer schwangeren Frau angefleht und seitdem kamen immer wieder Frauen zu ihm.
Walter Krickstadt wird am 19. März 1944 festgenommen und am 21. Juli 1944 vom Sondergericht III bei dem Landgericht Berlin „wegen versuchter Abtreibung in dreißig Fällen” (§ 218) als „gefährlicher Gewohnheitsverbrecher” zum Tode verurteilt. Die Zusammenballung von während des Krieges durchgeführten Abtreibungen zeige, so das Urteil, dass Krickstadt „die Möglichkeiten, die Verluste des Krieges durch vermehrte Geburten auszugleichen”, untergrabe.
Walter Krickstadt wird am 11. August 1944 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Ab 1932 führt der Familienvater für mindestens 30 Frauen Schwangerschaftsabbrüche durch, ohne dafür Geld zu verlangen. Als Betreiber eines Handels mit Sanitärartikeln wurde er von einer schwangeren Frau angefleht und seitdem kamen immer wieder Frauen zu ihm.
Walter Krickstadt wird am 19. März 1944 festgenommen und am 21. Juli 1944 vom Sondergericht III bei dem Landgericht Berlin „wegen versuchter Abtreibung in dreißig Fällen” (§ 218) als „gefährlicher Gewohnheitsverbrecher” zum Tode verurteilt. Die Zusammenballung von während des Krieges durchgeführten Abtreibungen zeige, so das Urteil, dass Krickstadt „die Möglichkeiten, die Verluste des Krieges durch vermehrte Geburten auszugleichen”, untergrabe.
Walter Krickstadt wird am 11. August 1944 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Sterbeurkunde von Walter Krickstadt vom 12. August 1944
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

