Ivan Křikava

14. April 1903, Jungbunzlau (Mladá Boleslav) – 18. Dezember 1942
Ivan Křikava

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Ivan Křikava, 1940

Bundesarchiv R 3017/11109, Bd. III

Ivan Křikava studiert Rechts­wissen­schaften in Prag und promoviert 1928 zum Dr. jur. Nach einem Studien­auf­enthalt in Paris tritt er 1931 in den Staats­dienst ein und ist zunächst in einer Prager Landes­behörde und an­schließend in der Rechtsab­teilung des Außen­ministe­riums tätig.
Dieses schickt ihn im Herbst 1936 zum Konsulat nach Bremen, wo er bis Mitte April 1939 als stell­vertre­tender Konsul tätig ist. Zurück in Prag wird er im Dezember 1939 Oberminis­terialkom­missar im Minis­terium für soziale Fürsorge.
Nach der Beset­zung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht schließt sich Ivan Křikava der nationalen Wider­stands­bewegung an und übermittelt der gehei­men Militär­orga­nisation Obrana Národa (ON – Verteidi­gung der Nation) über den Polizei­rat Karel Jaroš Informa­tionen aus den Ministerien.
Am 9. April 1940 wird Ivan Křikava festge­nommen und am 12. Juni 1942 vom „Volks­gerichts­hof” zusammen mit Karel Jaroš und sieben weiteren Ange­klagten zum Tode verurteilt. Ivan Křikava wird am 18. Dezember 1942 in Berlin-Plötz­ensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Karel Jaroš und andere vom 14. Januar 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-352-2

Urteilstenor des „Volksgerichtshofs” gegen Karel Jaroš und andere vom 12. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/11109, Bd. IV

Gnadengesuch für Ivan Křikava von dessen Mutter vom 16. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/11109, Bd. V

Bekanntmachung der Hinrichtung von Ivan Křikava und anderen, plakatiert am 30. Dezember 1942 in Prag

Bundesarchiv R 3017/11109, Bd. IV

Sterbeurkunde von Ivan Křikava vom 19. Dezember 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück