Michael Kritzinger

2. Juni 1893, Salzburg – 13. September 1943
Michael Kritzinger wird am 2. Juni 1893 in Salzburg geboren und für seine Teilnahme als Soldat am Ersten Welt­krieg mit mehreren Tapferkeits­medaillen ausge­zeichnet. Ab 1921 bis zu deren Verbot 1934 ist er Mitglied sowohl der Sozial­demokra­tischen Partei Öster­reichs als auch der Freien Gewerk­schaften. Außerdem ge­hört er ab 1927 dem Republi­kanischen Schutzbund an. Zwischen 1934 und 1938 betätigt er sich in der Partei der Revolu­tionären Sozialisten Öster­reichs. Zuletzt ist er als städ­tischer Amtswart in Salzburg tätig.
Anfang 1940 wird Kritzinger für die verbotene Kommu­nistische Partei Österreichs (KPÖ) geworben, leistet einen monatlichen Mitglieds­beitrag von einer Reichs­mark und zieht als Zellenleiter einer kommu­nistischen Betriebszelle selber Beiträge von anderen Mitgliedern ein. Nach der Fest­nahme eines Bekannten versteckt er im Januar 1942 eine für die Herstellung von Flug­schriften verwendete Schreib­maschine.
Wegen seiner politischen Betätigung als Funktionär in­nerhalb der KPÖ-Orts­gruppe Salz­burg-Gnigl wird er am 9. Februar 1942 vorläufig festge­nommen, am 26. No­vember angeklagt und vom „Volks­gerichtshof” zum Tode verurteilt.
Michael Kritzinger wird am 13. September 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Abschlussbericht der Gestapo über die Tätigkeiten der KPÖ-Ortsgruppe Salzburg-Gnigl vom 7. September 1942

Bundesarchiv R 3017/25704

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Michael Kritzinger vom 26. November 1942

Bundesarchiv R 3017/25704

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Michael Kritzinger vom 19. Februar 1943

Bundesarchiv R 3017/25704

Sterbeurkunde von Michael Kritzinger vom 16. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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