Josef Kroll

14. November 1905, Łaszew/Wieluń – 3. März 1942
Josef Kroll wird am 14. November 1905 in Łaszew in eine russisch-polnische Landarbeiter­familie ge­boren. Er zieht mit seinen Eltern als Kind häufig um und arbeitet später ebenfalls als Landarbeiter, ab 1930 als Gelegenheits­arbeiter im schlesischen Großwartenberg (Syców).
Er wird 1934 vom „Volksgerichtshof” wegen „Verrats militärischer Geheimnisse” zu sechs Jahren Zucht­haus verurteilt, kommt aber 1936 frei und wird aus dem Deutschen Reich ausgewiesen.
Kroll steht seit Ende 1938 erneut mit dem polnischen Nachrichten­dienst in Kontakt. Er sammelt militä­rische In­formationen und wirbt neue Mitglieder für die Arbeit im Geheimdienst. Im November 1939 wird er fest­genommen.
Josef Kroll wird am 2. Dezember 1941 vom 3. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Landesverrats” zum Tode verurteilt. Er wird am 3. März 1942 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Josef Kroll

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Kroll vom 21. August 1934

Bundesarchiv R 3017/46262

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Kroll vom 25. September 1941

Bundesarchiv R 3017/12009

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Kroll vom 2. Dezember 1941

Bundesarchiv R 3017/12009

Sterbeurkunde von Josef Kroll vom 3. März 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück