Mojmír Kropáč

20. April 1920, Scheruwek (Žerůvky) – 20. Oktober 1944
Der gelernte Schlosser Mojmír Kropáč kommt etwa 1938 als „Zivilarbeiter” nach Deutschland, wo er mit Unterbre­chungen in Nürnberg und Berlin arbeitet. Wegen Betrugs wird er in den Jahren 1942 und 1943 jeweils zu einer mehrmonatigen Haftstrafe verurteilt.
Anfang 1944 schließt er sich einer Gruppe Tschechen an, die in Berlin von Januar bis Mai 1944 zahlreiche nächt­liche Einbrüche in Lebensmit­tel- und Bekleidungsge­schäften begeht und die gestohlene Ware zu hohen Preisen weiter­veräußert.
Am 30. September 1944 verurteilt das Sonderge­richt II bei dem Landgericht Berlin ihn auf Basis der kurz nach Kriegsbeginn er­lassenen „Volksschädlingsver­ordnung” wegen „fortgesetzten Kriegswirtschafts­verbrechen zugleich mit schwerem Diebstahl” zusammen mit sechs weiteren Angeklagten zum Tode. Die sieben jungen Männer werden am 20. Oktober 1944 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anordnung zur Vollstreckung der Todesstrafe gegen Mojmír Kropáč und andere vom 12. Oktober 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 1752

Übersetzung des Abschiedsbriefs von Mojmír Kropáč an seine Frau Irene vom 14. Oktober 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II Nr. 1752/14

Mitteilung über die Hinrichtung von Mojmír Kropáč, 20. Oktober 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 1752

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