Josef Krulich

8. August 1901, Jawornitz (Javornice) – 5. April 1943
Josef Krulich tritt nach der Dorf­schule als Diener­lehrling bei einem Grafen ein, bei dem sein Vater Heger ist. Im Alter von 16 Jahren meldet er sich als Kriegs­freiwil­liger und nimmt 1917/18 als Soldat in einem öster­reichi­schen Infan­terie­regiment am Ersten Weltkrieg teil. Nach Kriegs­ende und dem Militär­dienst in der Tschechoslo­wakischen Armee tritt er in den Polizei­dienst in Kaschau ein, aus dem er angeb­lich wegen Deutsch­freund­lichkeit wieder ent­lassen wird. Anschlie­ßend ist er als Holz­arbeiter tätig, heiratet und zieht mit seiner Frau nach Geiers­berg im Kreis Senften­berg in den Sudeten. In den folgenden Jahren ist er häufig arbeitlos.
Aus einer finan­ziellen Notlage heraus bietet er 1934 einem tschechi­schen Oberst in Senften­berg an, nach­richten­dienstlich für ihn tätig zu werden. Von Ende 1934 bis April 1935 liefert er militä­rische Nach­richten aus dem deutschen Grenzgebiet, unter anderem über die Befes­tigungs­anlagen auf der Salz­kuppe.
Nach der Annexion der Sudeten durch das Deutsche Reich verur­teilt der „Volksge­richtshof” Josef Krulich am 3. November 1942 wegen „Landes­verrats” zum Tode. Er wird am 5. April 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Krulich vom 3. November 1942

Bundesarchiv R 3017/11981

Sterbeurkunde von Josef Krulich vom 6. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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