Jindřich Kubíček

15. Juli 1918, Prerau (Přerov) – 28. Mai 1943
Der Sohn eines Bahn­beamten absolviert nach der Bür­gerschule die Staats­gewerbeschule, kommt 1938 nach Prag als Zeichner zur Firma „Fysma” und 1939 zurück nach Prerau zur Optiko­techna AG, wo er zunächst als Mechaniker und dann als Kalkulant tätig ist.
Im Juni 1942, nach Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht und kurz nach dem Anschlag auf den stellver­tretenden „Reichs­protektor” Reinhard Heydrich, fassen er und sein Kollege Štěpán Krejčí den Entschluss zur Gründung einer Organisation, die das tschechische Volk „einigen” soll und deren Programm Štěpán Krejčí schriftlich niederlegt. Dort heißt es unter anderem: „Dir, tschechi­sches Volk, werden wir zum Siege verhel­fen.” Jindřich Kubíček gewinnt zudem den Metall­dreher Josef Chromják für die Mitarbeit.
Alle drei Männer werden am 17. Dezember 1942 vom „Volksge­richtshof” we­gen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat und landes­verräteri­scher Feindbe­günstigung” zum Tode ver­urteilt und am 28. Mai 1943 im Strafgefäng­nis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Übersetzung des Flugblatts der Widerstandsgruppe von Jindřich Kubíček und Štěpán Krejčí, 1942

Bundesarchiv R 3017/12064

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Jindřich Kubíček und andere vom 17. Dezember 1942

Bundesarchiv R 3017/12064

Eingabe von Jindřich Kubíčeks Verteidiger Hans Knoche an das Reichsjustizministerium, 10. Mai 1943

Bundesarchiv R 3017/12064

Sterbeurkunde von Jindřich Kubíček vom 29. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Jindřich Kubíček und weitere Personen, Juni 1943

Bundesarchiv R 3017/12064

zurück