Robert Kubík

3. August 1896, Münchengrätz (Mnichovo Hradiště) – 24. Mai 1943
Robert Kubík wird am 3. August 1896 in München­grätz geboren und nimmt als Soldat am Ersten Welt­krieg teil. In italienischer Kriegs­gefangenschaft tritt er in die Tsche­choslowakische Legion ein. Nach seiner Rückkehr wird er in die neu aufgestellten tschecho­slowakischen Streit­kräfte übernommen und ist im Verteidigungs­ministerium zuletzt im Rang eines Stabs­kapitäns beschäftigt.
Kubík wird im Juni 1939 für die Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation) angeworben. Die ON ist eine geheime Organisation tschecho­slowakischer Offiziere, die sich nach der Errichtung des „Protek­torats Böhmen und Mähren” im Frühjahr 1939 bildet und deren Mitglie­der versuchen, unter deutscher Besatzung ein geheimes Heer aufzubauen. Als Nachrichten- und Verbindungsoffi­zier im Stab des Briga­degenerals František Kravák sam­melt Kubík bis Anfang Dezember 1939 politische und mi­litärische Be­rich­te über die Stärke der deutschen Polizei, SA- und SS-Verbände in den einzelnen Standorten sowie über die Stimmung der tschecho­slowakischen Bevölke­rung.
Er wird festge­nommen, am 18. Januar 1943 vom 1. Senat des „Volks­gerichtshofs“ wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat“ zum Tode verurteilt und am 24. Mai 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermor­det.

Dokumente

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Robert Kubík und weitere Personen vom 18. Januar 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-205-4

Sterbeurkunde von Robert Kubík vom 25. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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