Josef Kubín

28. Oktober 1904, Soběslav (Sobeslau) – 2. September 1942
Der Sohn eines Schmieds absol­viert die Lehrer­bildungs­anstalt in Soběslav, leistet seinen Militär­dienst und ist ab 1926 im Schul­dienst tätig. Zuletzt unterrichtet er an einer Knaben­volks­schule in Prag. Er ist Mitglied der Volks­sozia­listischen Partei (ČSNS) von Edvard Beneš sowie Sekre­tär in der Gewerk­schaft der Lehrer und Professoren.
Nach dem Ein­marsch deutscher Truppen in Prag beteiligt sich Josef Kubín ab Anfang 1940 an der Beschaf­fung von Nach­richten für Josefa und Václav Vích, der Eltern einer seiner Schüler. Die Eheleute Vích übermitteln seit Ende 1939 Nach­richten aus dem „Protek­torat Böhmen und Mähren” an ihren Freund Jaroslav Lípa in Belgrad, der bis zur Beset­zung tschecho­slo­wa­kischer Bot­schafter war. Lípa führt die Wider­stands­bewegung in Jugos­lawien an und hält Kontakt zur Exil­regierung in London.
Josef Kubín wird am 29. Mai 1940 festge­nommen und am 24. Februar 1942 vom „Volks­ge­richtshof” zusammen mit den Ehe­leuten Vích wegen „landes­verräte­rischer Feind­begüns­tigung und Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode verur­teilt. Alle drei werden am 2. Septem­ber 1942 im Straf­gefängnis Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Josef Kubín

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs“ gegen Josef Kubín und andere vom 18. November 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-316-32

Urteilstenor des „Volksgerichtshofs“ gegen Josef Kubín und andere vom 24. Februar 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-316-33

Bekanntmachung der Hinrichtung von Josef Kubín und der Eheleute Vích vom 2. September 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-316-33

Sterbeurkunde von Josef Kubín vom 2. September 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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