Josef Kubín
Nach dem Einmarsch deutscher Truppen in Prag beteiligt sich Josef Kubín ab Anfang 1940 an der Beschaffung von Nachrichten für Josefa und Václav Vích, der Eltern einer seiner Schüler. Die Eheleute Vích übermitteln seit Ende 1939 Nachrichten aus dem „Protektorat Böhmen und Mähren” an ihren Freund Jaroslav Lípa in Belgrad, der bis zur Besetzung tschechoslowakischer Botschafter war. Lípa führt die Widerstandsbewegung in Jugoslawien an und hält Kontakt zur Exilregierung in London.
Josef Kubín wird am 29. Mai 1940 festgenommen und am 24. Februar 1942 vom „Volksgerichtshof” zusammen mit den Eheleuten Vích wegen „landesverräterischer Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Alle drei werden am 2. September 1942 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Josef Kubín
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs“ gegen Josef Kubín und andere vom 18. November 1941
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-316-32
Urteilstenor des „Volksgerichtshofs“ gegen Josef Kubín und andere vom 24. Februar 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-316-33
Bekanntmachung der Hinrichtung von Josef Kubín und der Eheleute Vích vom 2. September 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-316-33
Sterbeurkunde von Josef Kubín vom 2. September 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung











































