Antonín Kubišta
Im Frühjahr 1940 erfährt Antonín Kubišta, dass sein Sohn Milan Kubišta für den sowjetischen Agenten Vladislav Bobák arbeitet. Bobák baut auf Anweisung des sowjeti­schen Generalkonsuls seit April 1940 in Prag und Brünn eine Spionageorganisation auf, für die er neue Agenten und Informanten anwirbt.
Im August 1940 hilft Antonín Kubišta seinem Sohn, der für Bobák in verschiedenen Städten unter anderem militärische Truppentransporte auskundschaftet, bei der Anfertigung eines Lichtbildabzuges. Im Oktober 1940 tritt er selber an Bobák heran und bietet seine Mitarbeit an. Zweimal erstattet er Bericht über den Umfang deut­scher Truppentransporte, die den Bahnhof in Wilden­schwert durchlaufen.
Antonín Kubišta und sein Sohn werden am 15. März 1941 festgenommen und zusammen mit weiteren Angeklag­ten am 12. November 1942 vom 1. Senat des „Volksge­richtshofs” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Alle zehn zum Tode Verurteilten werden am 12. Juli 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Antonín Kubišta vom 31. Juli 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Antonín Kubišta vom 12. November 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2
Ablehnung des Gnadenerweises für Antonín Kubišta durch die Gestapo vom 28. Dezember 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2
Sterbeurkunde von Antonín Kubišta vom 13. Juli 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung














































































































