Antonín Kubišta

13. Dezember 1883, Leitomischel (Litomyšl) – 12. Juli 1943
Antonín Kubišta wird am 13. Dezember 1883 in Leito­mischel geboren und unter­richtet lange Zeit als Lehrer. Im Juli 1939 wird er als Bürger­schul­direktor pensioniert.
Im Frühjahr 1940 erfährt Antonín Kubišta, dass sein Sohn Milan Kubišta für den sowjetischen Agenten Vladislav Bobák arbeitet. Bobák baut auf Anweisung des sowjeti­schen General­konsuls seit April 1940 in Prag und Brünn eine Spionage­organisation auf, für die er neue Agenten und Informanten anwirbt.
Im August 1940 hilft Antonín Kubišta seinem Sohn, der für Bobák in verschie­denen Städten unter anderem militärische Truppen­transporte auskund­schaftet, bei der Anfertigung eines Licht­bildab­zuges. Im Oktober 1940 tritt er selber an Bobák heran und bietet seine Mitarbeit an. Zweimal erstattet er Bericht über den Umfang deut­scher Truppen­transporte, die den Bahnhof in Wilden­schwert durchlaufen.
Antonín Kubišta und sein Sohn werden am 15. März 1941 festge­nommen und zusammen mit weiteren Angeklag­ten am 12. November 1942 vom 1. Senat des „Volksge­richtshofs” wegen „Vorbe­reitung zum Hochv­errat” zum Tode verurteilt. Alle zehn zum Tode Verurteilten werden am 12. Juli 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Antonín Kubišta vom 31. Juli 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Antonín Kubišta vom 12. November 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2

Ablehnung des Gnadenerweises für Antonín Kubišta durch die Gestapo vom 28. Dezember 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2

Sterbeurkunde von Antonín Kubišta vom 13. Juli 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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