Milan Kubišta
Im Frühjahr 1940 wird Milan Kubišta mit dem sowjeti­schen Agenten Vladislav Bobák bekannt gemacht. Bobák baut auf Anweisung des sowjetischen Generalkonsuls seit April 1940 in Prag und Brünn eine Spionageorgani­sation auf, für die er neue Agenten und Informanten an­wirbt. Kubišta erklärt sich zur Mitarbeit bereit und stellt Beobachtungen über die in Prag und den umliegenden Städten befindlichen deutschen Truppen an. Neben Informationen über Stärke und Waffengattungen der dort stationierten Wehrmachtseinheiten und die Lage sowie Ausstattung verschiedener deutscher Flugplätze sammelt er auch Informationen über die Verhältnisse in Rüstungs­fabriken. Bei der Anfertigung eines Lichtbildabzuges lässt er sich auch von seinem Vater Antonín Kubišta helfen.
Milan Kubišta und sein Vater werden am 15. März 1941 fest­genommen und zusammen mit weiteren Angeklag­ten am 12. November 1942 vom 1. Senat des „Volksge­richtshofs” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Alle zehn zum Tode Verurteilten werden am 12. Juli 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Milan Kubišta vom 31. Juli 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Milan Kubišta vom 12. November 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2
Ablehnung des Gnadenerweises für Milan Kubišta durch die Gestapo vom 28. Dezember 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2
Sterbeurkunde von Milan Kubišta vom 13. Juli 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung














































































































