Milan Kubišta

29. Dezember 1916, Nikolajevka, Russland – 12. Juli 1943
Milan Kubišta wird am 29. Dezember 1916 in Nikola­jevka geboren und besucht nach dem Schul­besuch die Han­delsakademie. Zwischen 1937 und 1939 dient er in der Tsche­choslowa­kischen Armee. Ab September 1939 ist er als Hilfs­arbeiter in Prag und seit Oktober 1940 als kauf­männischer Ange­stellter beschäftigt.
Im Frühjahr 1940 wird Milan Kubišta mit dem sowjeti­schen Agenten Vladislav Bobák bekannt gemacht. Bobák baut auf Anweisung des sowjetischen General­konsuls seit April 1940 in Prag und Brünn eine Spionage­organi­sation auf, für die er neue Agenten und Informanten an­wirbt. Kubišta erklärt sich zur Mitarbeit bereit und stellt Beobach­tungen über die in Prag und den umliegenden Städten befindlichen deutschen Truppen an. Neben Informa­tionen über Stärke und Waffen­gattungen der dort stationierten Wehr­machts­einheiten und die Lage sowie Ausstattung verschiedener deutscher Flug­plätze sammelt er auch Informationen über die Verhältnisse in Rüstungs­fabriken. Bei der Anfertigung eines Licht­bildab­zuges lässt er sich auch von seinem Vater Antonín Kubišta helfen.
Milan Kubišta und sein Vater werden am 15. März 1941 fest­genommen und zusammen mit weiteren Angeklag­ten am 12. November 1942 vom 1. Senat des „Volksge­richtshofs” wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode verurteilt. Alle zehn zum Tode Verurteilten werden am 12. Juli 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Milan Kubišta vom 31. Juli 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Milan Kubišta vom 12. November 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2

Ablehnung des Gnadenerweises für Milan Kubišta durch die Gestapo vom 28. Dezember 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2

Sterbeurkunde von Milan Kubišta vom 13. Juli 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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