Mieczysław Kubisz

12. Juli 1913, Wapno – 8. Oktober 1942
Mieczysław Kubisz erlernt nach dem Besuch der polni­schen Volks­schule das Schlosser­handwerk. Von Februar 1936 bis September 1937 leistet er seinen Militär­dienst und bleibt auch nach dessen Ende im polnischen Heer, wo er Unter­offizier wird.
Nach dem deutschen Über­fall auf Polen gerät er in deut­sche Gefangen­schaft und muss nach seiner Entlassung von April bis Oktober 1940 in den deutschen Solvay­wer­ken in Wapno arbeiten. Im Oktober 1940 werden Mieczysław Kubisz, Florian Mazur und Alois Nowakowski zusammen mit anderen polnischen Zwangs­arbeitern nach Buchenau in Thüringen zur Soda­fabrik der Solvay­werke gebracht.
Die drei Männer verlassen im August 1941 ihre Arbeits­stelle, fahren mit dem Zug nach Feld­kirch und über­schreiten die Grenze in die Schweiz. Ein Schweizer Grenz­beamter hält sie auf und über­gibt sie an einen deutschen Kollegen.
Den Ange­klagten wird vorge­worfen, dass sie sich der „polnischen Legion” in der Schweiz anschlie­ßen wollten. Sie werden vom „Volks­gerichts­hof” am 12. August 1942 wegen „Schä­digung des Wohls des Deutschen Volkes und landes­ver­räte­rischer Feindbe­günstigung sowie Vorberei­tung zum Hoch­verrat” zum Tode verurteilt.
Mieczysław Kubisz wird am 8. Oktober 1942 in Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Mieczysław Kubisz

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Florian Mazur, Mieczysław Kubisz und Alois Nowakowski vom 9. März 1942

Bundesarchiv R 3017/12759

Todesurteile des „Volksgerichtshofs” gegen Florian Mazur, Mieczysław Kubisz und Alois Nowakowski vom 12. August 1942

Bundesarchiv R 3017/12759

Sterbeurkunde von Mieczysław Kubisz vom 9. Oktober 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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