Mieczysław Kubisz
Nach dem deutschen Überfall auf Polen gerät er in deut­sche Gefangenschaft und muss nach seiner Entlassung von April bis Oktober 1940 in den deutschen Solvaywer­ken in Wapno arbeiten. Im Oktober 1940 werden Mieczysław Kubisz, Florian Mazur und Alois Nowakowski zusammen mit anderen polnischen Zwangsarbeitern nach Buchenau in Thüringen zur Sodafabrik der Solvay­werke gebracht.
Die drei Männer verlassen im August 1941 ihre Arbeits­stelle, fahren mit dem Zug nach Feldkirch und über­schreiten die Grenze in die Schweiz. Ein Schweizer Grenzbeamter hält sie auf und übergibt sie an einen deutschen Kollegen.
Den Angeklagten wird vorgeworfen, dass sie sich der „polnischen Legion” in der Schweiz anschließen wollten. Sie werden vom „Volksgerichtshof” am 12. August 1942 wegen „Schä­digung des Wohls des Deutschen Volkes und landesver­räterischer Feindbegünstigung sowie Vorberei­tung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt.
Mieczysław Kubisz wird am 8. Oktober 1942 in Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Mieczysław Kubisz
Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Florian Mazur, Mieczysław Kubisz und Alois Nowakowski vom 9. März 1942
Bundesarchiv R 3017/12759
Todesurteile des „Volksgerichtshofs” gegen Florian Mazur, Mieczysław Kubisz und Alois Nowakowski vom 12. August 1942
Bundesarchiv R 3017/12759
Sterbeurkunde von Mieczysław Kubisz vom 9. Oktober 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

















