Vladislav Kuchno
Er wird im Herbst 1939 für die ein Jahr zuvor verbotene Kommunistische Partei der Tschechoslowakei (Komunis­tická strana Československa, kurz: KSČ) geworben und wirbt unter seinen Kollegen neue Mitglieder an, von denen er Geldbeiträge für die Unterstützung von Fami­lien Inhaftierter einsammelt. Außerdem ist er an der Verbreitung und Weitergabe verbotener kommunisti­scher Druckschriften beteiligt, die er unter den anderen Funktionären verteilt. Ab Dezember 1939 leitet Kuchno die KSČ-Betriebszelle des Hermengilde-Schachts.
Der Bergarbeiter wird am 10. Dezember 1941 festgenom­men, vom 6. Senat des „Volksgerichtshofs” am 14. April 1943 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt und am 9. Juli 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Vladislav Kuchno vom 14. April 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 314
Gnadengesuch von Vladislav Kuchno vom 28. April 1943 mit Übersetzung
Bundesarchiv R 3017/12069
Schnellbrief des „Reichsprotektors in Böhmen und Mähren” an den Reichs­minister der Justiz zur Vollstreckung des Urteils gegen Vladislav Kuchno vom 3. Juni 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 314
Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Vladislav Kuchno vom 9. Juli 1943
Bundesarchiv R 3017/12069
Sterbeurkunde von Vladislav Kuchno vom 10. Juli 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung




















