Vladislav Kuchno

1. August 1901, Klein Kunzendorf (Kunčičky) – 9. Juli 1943
Vladislav Kuchno

Erkennungsdienstliches Foto von Vladislav Kuchno, 1941

Bundesarchiv R 3017/12069

Vladislav Kuchno wird am 1. August 1901 in Klein Kun­zendorf geboren und arbeitet zuletzt auf dem Alexan­derschacht im Industrie­gebot von Mährisch-Ostrau. Er ist im Einheits­verband der Berg­arbeiter organisiert und Bei­sitzer im Betriebsrat seines Schachtes.
Er wird im Herbst 1939 für die ein Jahr zuvor verbotene Kommu­nistische Partei der Tschecho­slowakei (Komunis­tická strana Česko­slovenska, kurz: KSČ) gewor­ben und wirbt unter seinen Kollegen neue Mitglieder an, von denen er Geldbei­träge für die Unter­stützung von Fami­lien Inhaf­tier­ter einsammelt. Außerdem ist er an der Verbreitung und Weitergabe verbotener kommunisti­scher Druckschriften beteiligt, die er unter den anderen Funktionären verteilt. Ab Dezember 1939 leitet Kuchno die KSČ-Betriebszelle des Hermengilde-Schachts.
Der Berg­arbeiter wird am 10. Dezember 1941 festgenom­men, vom 6. Senat des „Volksgerichtshofs” am 14. April 1943 wegen „Vorbe­reitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt und am 9. Juli 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Vladislav Kuchno vom 14. April 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 314

Gnadengesuch von Vladislav Kuchno vom 28. April 1943 mit Übersetzung

Bundesarchiv R 3017/12069

Schnellbrief des „Reichsprotektors in Böhmen und Mähren” an den Reichs­minister der Justiz zur Vollstreckung des Urteils gegen Vladislav Kuchno vom 3. Juni 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 314

Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Vladislav Kuchno vom 9. Juli 1943

Bundesarchiv R 3017/12069

Sterbeurkunde von Vladislav Kuchno vom 10. Juli 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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