Ludvík Kuchyňa

8. August 1922, Roschitz (Rosice) – 7. September 1943
Ludvík Kuchyňa wird am 8. August 1922 in Roschitz (Rosice) geboren. Er kommt nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht vermutlich als „Zivilarbeiter” nach Berlin und arbeitet zuletzt als Kellner.
Am 12. März 1942 fährt er von Berlin nach Stuttgart und dann weiter nach Konstanz, wo er am 14. März 1942 ankommt. Ludvík Kuchyňa möchte unbemerkt in die Schweiz gelangen, sich beim dortigen tschechischen Konsulat melden und in die Tschechische Legion ein­treten, die aufseiten Großbritanniens gegen das Deutsche Reich kämpft.
Da er in Konstanz keine für den Grenzübertritt geeignete Stelle findet, fährt er am 16. März 1942 nach Singen, wo er am Bahnhof von der Grenzpolizei festgenommen wird. Am 25. Juni 1943 verurteilt der „Volksgerichtshof” ihn wegen „Landesverrats” zum Tode.
Ludvík Kuchyňa wird am 7. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Ludvík Kuchyňa und andere vom 24. Juni 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-391-7

Sterbeurkunde von Ludvík Kuchyňa vom 10. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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