Rudolf Kudrna

1. Juni 1902, Tschaslau (Čáslav) – 1. Februar 1943
Rudolf Kudrna ist Berg­mann und lebt mit seiner Familie in Hosto­mitz in den Sudeten. Von 1922 bis 1927 gehört er der Deutschen National­partei (DNP) in der Tschecho­slowa­kei an.
Im Februar 1941 – nach der Annexion der Sudeten durch das Deutsche Reich und dem Verbot der Kommu­nisti­schen Partei der Tschecho­slowakei (KPČ) – gewinnt ihn sein Bekannter Josef Röhlich für die Mitarbeit in der illegalen KPČ. Röhlich untersteht Erhard Lammel, der als Mitglied der Zentralleitung in Prag die Partei im „Sudeten­gau” wiederauf­zubauen sucht. Rudolf Kudrna soll in Hostomitz eine illegale Gruppe aufbauen, wirbt sechs Personen an und führt Mit­gliedsbei­träge ab.
Am 14. Oktober 1942 verurteilt der „Volks­gerichts­hof” Rudolf Kudrna zusam­men mit Josef Röhlich, Erhard Lammel und zwei weiteren Ange­klagten wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode. Alle fünf Männer werden am 1. Februar 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Rudolf Kudrna

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volks­gerichtshofs” gegen Erhard Lammel und andere vom 14. Oktober 1942

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 37, inv. č./Inv. Nr. 227/2

Schnellbrief des Gestapopolizeiamts Berlin mit Ablehnung des Gnadener­weises für Rudolf Kudrna und weitere Personen vom 18. November 1942

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 37, inv. č./Inv. Nr. 227/3

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Rudolf Kudrna und weitere Personen vom 1. Februar 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 37, inv. č./Inv. Nr. 227/1

Sterbeurkunde von Rudolf Kudrna vom 2. Februar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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