Walter Küchenmeister

9. Januar 1897, Waldheim – 13. Mai 1943
Walter Küchenmeister

Walter Küchenmeister Ende der 1930er Jahre

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Der Sohn eines Schuh­machers wird Eisendreher und Berg­arbeiter. Seit 1911 ist er in der Jugend- und der Gewerk­schafts­bewegung aktiv. Küchen­meister beteiligt sich als Matrose am Aufstand im November 1918 in Kiel, schliesst sich der SPD an und tritt 1921 zur KPD über. 1926 wird er wegen „unprole­tarischen Verhaltens” aus der KPD ausge­schlossen.
1933 und 1934 wird er unter anderem im KZ Sonnen­burg inhaftiert. Nach seiner Freilassung hat er Verbin­dung zu Harro Schulze-Boysen. Er organisiert Spenden­samm­lungen für politische Gefangene und führt politische Schulungen unter Studen­tinnen und Studenten durch.
Wegen einer schweren Tuberkulose­erkrankung reist er zum Kurauf­enthalt in die Schweiz und tritt dort in Kontakt mit KPD-Funk­tionären. Nach seiner Rück­kehr gehört er wieder dem Führungs­kreis der Schulze-Boysen-Gruppe und somit der Roten Kapelle an.
Nach der Enttarnung der Gruppe wird er am 16. September 1942 festge­nommen und am 6. Februar 1943 vom Reichs­kriegs­gericht wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode verurteilt und am 13. Mai 1943 in Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Urteil des Reichskriegsgerichts gegen Walter Küchenmeister und andere, 6. Februar 1943

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Sterbeurkunde von Walter Küchenmeister vom 14. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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