Arthur Kühn

28. Februar 1914, Sommerfeld – 29. April 1940
Arthur Kühn

Foto von Arthur Kühn, um 1939

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 258

Arthur Kühns Vater fällt während des Ersten Welt­kriegs und er wächst bei seiner Mutter und seinem Stief­vater auf. Nach der Volks­schule beginnt er eine Maurer­lehre, die er jedoch nicht abschließt, er arbeitet dann als Kutscher.
Mit 17 Jahren wird er zum ersten Mal wegen Dieb­stahls verur­teilt und für ein halbes Jahr in einer Fürsorge­einrich­tung unter­gebracht. Nach mehreren kürzeren Haft­strafen wegen Eigen­tums­delikten verurteilt ihn das Sonder­gericht II beim Land­gericht Berlin im März 1936 zu drei Jahren und sechs Monaten Zucht­haus, die er bis Ende August 1939 verbüßt.
Im September 1939 begeht Arthur Kühn erneut Dieb­stähle in Wohnungen, die er als Unter­mieter bewohnt. Er wird vom Sonder­gericht I bei dem Land­gericht Berlin am 12. März 1940 auf Basis der Volks­schädlings­verord­nung zum Tode verurteilt und 26-jährig am 29. April 1940 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Arthur Kühn

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteilstenor des Sondergerichts I bei dem Landgericht Berlin gegen Arthur Kühn, 15. März 1940

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 258

Bescheid über die Hinrichtung von Arthur Kühn an den Reichsjustizminister vom 29. April 1940

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 258/1

Sterbeurkunde von Arthur Kühn vom 29. April 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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