Richard Kührig

28. September 1884, Bernsdorf – 17. Juli 1944
Richard Kührig stammt aus der Ober­lausitz und arbeitet als Glas­bläser im Lauta­werk in Sach­sen.
Zusammen mit Arbeits­kameraden hält er Kon­takt zu Zwangs­arbeitern und Kriegs­gefan­genen, die ab 1944 im Lauta­werk einge­setzt sind und in zwei Gefan­genen­lagern auf dem Werks­gelände auf engstem Raum leben müssen, und unter­stützt diese nach Mög­lich­keit. Ihnen wird zudem vorge­worfen, sich kom­munis­tisch und marxis­tisch betätigt und auslän­dische Radio­sender abge­hört zu haben.
Richard Kührig wird 1944 zusam­men mit fünf anderen Männern aus seinem Betrieb von der Gesta­po Frank­furt/Oder festge­nommen, im Strafge­fängnis Plötzen­see inhaf­tiert und der „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” ange­klagt.
Richard Kührig begeht in der Nacht zum 17. Juli 1944 in Plötzen­see Suizid.

Dokumente

Bericht des Reichs­sicherheits­haupt­amts über die Festnahme von Richard Kührig und weitere fünf Personen durch die Gestapo Frankfurt/Oder, um 1944

Bundesarchiv R 58/210

Sterbeurkunde von Richard Kührig vom 18. Juli 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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