Antonín Kulička

7. März 1902, Protiwin (Protivín) – 9. September 1943
Antonín Kulička

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Antonín Kulička, 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-338-16

Antonín Kulička kommt am 7. März 1902 in Protivín zur Welt. Er wird von Beruf Postsekretär und ist seit Herbst 1938 in einem Prager Postamt beschäftigt.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht und der Errichtung des „Protektorats Böh­men und Mähren” unterstützt Antonín Kulička die tschechische Widerstandsbewegung, indem er in Postämtern Deck­adressen einrichtet. Die dort einge­henden gesammelten Informationen aus dem „Pro­tektorat” werden weiter ins Ausland übermittelt.
Er wird am 20. Oktober 1941 festgenommen und am 28. Mai 1943 zusammen mit Bedřich Jetonický, Ladislav Lukeš, Ferdinand Malina, Josef Oliva und Jan Weil vom 2. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Vorberei­tung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Alle sechs Männer werden am 9. September 1943 während der sogenann­ten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Antonín Kulička und weitere Personen vom 10. April 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-338-1

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Antonín Kulička und weitere Personen vom 28. Mai 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-338-1

Mitteilung über die Voll­streckung des Todesurteils gegen Antonín Kulička auf Anordnung des Reichsjustizministers, 9. September 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-338-11

Sterbeurkunde von Antonín Kulička vom 14. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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