Karel Kupka
Kupka wird im Frühsommer 1940 von einem Kollegen und dem sowjetischen Spion Vladislav Bobák für eine Spionageorganisation angeworben, die vor allem po­litisch und militärisch wichtige Informationen beschafft. Ende Mai 1940 erkundet er auf einer Reise in die „Ost­mark” in Graz, Klagenfurt und Wien die Stimmung in der Bevölkerung und sammelt Beobachtungen über die in den einzelnen Städten liegenden Truppenteile der Wehrmacht. Seit Herbst 1940 fertigt er Berichte über die Zahl der in den Witkowitzer Eisenwerken beschäftigten Arbeiter und die Art der dort hergestellten Rüstungs­erzeugnisse wie Bombenmäntel und Granathülsen an. Darüber hinaus entwendet er aus seinem Betrieb für das Nachrichtennetzwerk auch drei Hobelspäne eines Panzerblechs.
Karel Kupka wird am 6. Mai 1941 festgenommen und zu­sammen mit anderen Angeklagten am 22. Mai 1942 vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” und „Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt. Er wird am 16. November 1942 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Karl Kupka und weitere Angeklagte vom 22. Mai 1942
Bundesarchiv R 3017/19214
Protokoll der Hinrichtung von Karel Kupka vom 16. November 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-462-9
Bekanntmachung der Vollstreckung der Todesurteile von Karl Kupka und weiterer Verurteilter
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-461-12
Sterbeurkunde von Karel Kupka vom 17. November 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung




































































