Karel Kupka

19. Februar 1910, Tieschowitz (Těškovice) – 16. November 1942
Karel Kupka wird am 19. Februar 1910 in Tiescho­witz geboren. Er erlernt nach dem Schul­besuch den Beruf eines Kessel­schmieds in den Witkowitzer Eisen­werken und ist dort bis zum Jahr 1932 beschäftigt, bevor er für zwei Jahre seinen Militär­dienst ableistet. Danach arbeitet er erneut als Kessel­schmied, erst bei einer Eisen­firma in Mährisch-Ostrau, seit 1939 wieder bei den Witkowitzer Eisen­werken.
Kupka wird im Früh­sommer 1940 von einem Kollegen und dem sowjetischen Spion Vladislav Bobák für eine Spionage­organisation angeworben, die vor allem po­litisch und militärisch wichtige Infor­mationen beschafft. Ende Mai 1940 erkundet er auf einer Reise in die „Ost­mark” in Graz, Klagenfurt und Wien die Stimmung in der Bevöl­kerung und sammelt Beobachtungen über die in den einzelnen Städten liegenden Truppen­teile der Wehr­macht. Seit Herbst 1940 fertigt er Berichte über die Zahl der in den Witkowitzer Eisen­werken beschäftigten Arbeiter und die Art der dort hergestellten Rüstungs­erzeugnisse wie Bomben­mäntel und Granat­hülsen an. Darüber hinaus entwendet er aus seinem Betrieb für das Nachrichten­netzwerk auch drei Hobel­späne eines Panzerblechs.
Karel Kupka wird am 6. Mai 1941 festge­nommen und zu­sammen mit anderen Angeklagten am 22. Mai 1942 vom 1. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen „Vorbe­reitung zum Hochverrat” und „Feindbegüns­tigung” zum Tode verurteilt. Er wird am 16. November 1942 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Karl Kupka und weitere Angeklagte vom 22. Mai 1942

Bundesarchiv R 3017/19214

Protokoll der Hinrichtung von Karel Kupka vom 16. November 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-462-9

Bekanntmachung der Vollstreckung der Todesurteile von Karl Kupka und wei­terer Verurteilter

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-461-12

Sterbeurkunde von Karel Kupka vom 17. November 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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