Gajnan Kurmaschew

27. Februar 1919, Kasan – 25. August 1944
Gajnan Kurmaschew

Gajnan Kurmaschew

Musa-Dshalil-Museum, Kazan

Gajnan Kurmaschew ist Lehrer und lebt in Kasan. Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjet­union am 22. Juni 1941 dient er als Funker in der Roten Armee. Später gerät er in deutsche Kriegsgefan­genschaft.
Als im August 1942 zur Unterstützung deutscher Truppen auch eine wolga-tatarische Legion aufgestellt wird, ent­scheidet sich Gajnan Kurmaschew, ebenso wie Musa Dshalil und andere tatarische Kriegs­gefangene, für die Aufnah­me in diese Legion. Um ihre Wider­standsaktivi­täten zu tarnen, müssen sie Kollaboration vortäuschen. Unter anderem legen Mitglieder der Gruppe Flugblätter in die Zeitung „Idel-Ural”, um andere Legionäre zum Über­laufen zur Roten Armee zu bewegen.
Im August 1943 werden die Aktivitäten der Gruppe von der Gestapo aufgedeckt. Gajnan Kurmaschew, Musa Dshalil und die meisten ihrer Gefährten werden festgenommen. Der 2. Senat des in Dresden tagenden Reichs­kriegsge­richts verurteilt Gajnan Kurmaschew am 12. Februar 1944 wegen „Feindbe­günstigung und Zersetzung der Wehr­kraft” zum Tode.
Gajnan Kurmaschew wird am 25. August 1944 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Urteilsregest des Reichskriegsgerichts zur Verurteilung der Gruppe um Gajnan Kurmaschew, 1944

Militärhistorisches Archiv, Prag 39/14.9

Sterbeurkunde von Gajnan Kurmaschew vom 26. August 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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