Helmut Kurth

20. Juli 1914, Chemnitz – 26. November 1944
Helmuth Kurth wächst als Sohn von Malers­eheleuten in Chemnitz auf, erlernt nach der Volks­schule das Schrift­setzer­handwerk und betätigt sich später als Traktor­fahrer. Im August 1939 wird er zum Kriegs­dienst eingezogen und an der West- und Ostfront, zuletzt in der Nähe von zuletzt in Przemyśl, als Kraft­fahrer und Funker einge­setzt.
Im September 1943 kehrt er nach einem Heimat­urlaub nicht mehr zu seiner Einheit zurück und taucht Anfang 1944 mit seiner Cousine Gerda Lippmann, mit der er seit 1942 verlobt ist, in Berlin unter. Am 30. Oktober 1944 wird er bei einem Tausch­handel in einem Lager für russische Kriegs­gefangene von einem Werk­schutz­mann gestellt und nach Berlin-Wittenau in ein Polizei­revier gebracht. Aus Angst vor Enttarnung seiner Identität erschießt er dort drei Polizei­beamte und flüchtet.
Zusammen mit seiner Verlob­ten wird er am 22. November 1944 in Wand­litz festge­nommen. Helmuth Kurth wird am 26. November 1944 vom Sonder­gericht V bei dem Land­gericht Berlin wegen Fahnen­flucht und Mordes zum Tode verur­teilt und noch am selben Tag im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see durch den Strang ermordet. Gerda Lippmann erhält eine dreijährige Zuchthausstrafe.

Dokumente

Gefangenenkarte von Helmut Kurth

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 2549

Urteilsformel des Sondergerichts V bei dem Landgericht Berlin gegen Helmuth Kurth vom 26. November 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2173/1

Bescheid des Generalstaatsanwalts über die Hinrichtung von Helmut Kurth, 27. November 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2173/1

Sterbeurkunde von Hellmuth Kurth vom 27. November 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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