Helmut Kurth
Im September 1943 kehrt er nach einem Heimaturlaub nicht mehr zu seiner Einheit zurück und taucht Anfang 1944 mit seiner Cousine Gerda Lippmann, mit der er seit 1942 verlobt ist, in Berlin unter. Am 30. Oktober 1944 wird er bei einem Tauschhandel in einem Lager für russische Kriegsgefangene von einem Werkschutzmann gestellt und nach Berlin-Wittenau in ein Polizeirevier gebracht. Aus Angst vor Enttarnung seiner Identität erschießt er dort drei Polizeibeamte und flüchtet.
Zusammen mit seiner Verlobten wird er am 22. November 1944 in Wandlitz festgenommen. Helmuth Kurth wird am 26. November 1944 vom Sondergericht V bei dem Landgericht Berlin wegen Fahnenflucht und Mordes zum Tode verurteilt und noch am selben Tag im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee durch den Strang ermordet. Gerda Lippmann erhält eine dreijährige Zuchthausstrafe.
Dokumente
Gefangenenkarte von Helmut Kurth
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 2549
Urteilsformel des Sondergerichts V bei dem Landgericht Berlin gegen Helmuth Kurth vom 26. November 1944
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2173/1
Bescheid des Generalstaatsanwalts über die Hinrichtung von Helmut Kurth, 27. November 1944
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2173/1
Sterbeurkunde von Hellmuth Kurth vom 27. November 1944
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung








