Anton Kusebauch
1934 tritt Anton Kusebauch in die Sudetendeutsche Partei ein (SdP), leitet die Ortsgruppe Libochowan und wird 1936 Mitglied der Bezirksleitung. Ab Ende 1936 arbeitet er auch für den deutschen Nachrichtendienst.
Mitte 1937 ist er aufgrund von Schulden gezwungen, seine Parteiämter niederzulegen. Anfang Oktober gibt er den Namen des tschechischen V-Mannes, der mit ihm für den deutschen Nachrichtendienst tätig war, an die tschechoslowakischen Behörden weiter. Dieser wird daraufhin festgenommen.
Auch Anton Kusebauch wird festgenommen und macht vor dem Untersuchungsrichter in Prag aus „Haß gegen die volksdeutsche Bewegung” umfangreiche Aussagen. Er wird am 7. Oktober 1938 freigelassen.
Der „Volksgerichtshof” verurteilt Anton Kusebauch nach seiner im August 1939 erfolgten erneuten Festnahme am 5. April 1943 wegen „Landesverrats” zum Tode. Er wird am 25. Juni 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Anton Kusebauch, Februar 1943
Bundesarchiv R 3017/12157
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Anton Kusebauch vom 5. April 1943
Bundesarchiv R 3017/12157
Sterbeurkunde von Anton Kusebauch vom 26. Juni 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung




















