Anton Kusebauch

21. Oktober 1899, Libochowan (Libochovany) – 25. Juni 1943
Anton Kusebauch

Aufnahme von Anton Kusebauch

Privatbesitz

Der Sohn eines Gärtners erlernt im Betrieb seines Vaters den Gärtner­beruf und nimmt 1917/18 als Soldat der öster­reichischen Armee am Ersten Weltkrieg teil. Nach Gründung der Tsche­choslowakei wird er tschechoslowa­kischer Staatsbürger und führt ab 1919 die Gärtnerei zusammen mit seiner Mutter.
1934 tritt Anton Kusebauch in die Sudeten­deutsche Partei ein (SdP), leitet die Ortsgruppe Libochowan und wird 1936 Mitglied der Bezirks­leitung. Ab Ende 1936 arbeitet er auch für den deutschen Nach­richten­dienst.
Mitte 1937 ist er aufgrund von Schulden gezwungen, seine Partei­ämter niederzulegen. Anfang Oktober gibt er den Namen des tsche­chischen V-Mannes, der mit ihm für den deutschen Nachrichten­dienst tätig war, an die tschechoslowa­kischen Behörden weiter. Dieser wird daraufhin festgenommen.
Auch Anton Kusebauch wird festge­nommen und macht vor dem Untersuchungs­richter in Prag aus „Haß gegen die volks­deutsche Bewegung” umfang­reiche Aussagen. Er wird am 7. Oktober 1938 freigelassen.
Der „Volks­gerichtshof” verurteilt Anton Kusebauch nach seiner im August 1939 erfolgten erneuten Fest­nahme am 5. April 1943 wegen „Landes­verrats” zum Tode. Er wird am 25. Juni 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichts­hofs” gegen Anton Kusebauch, Februar 1943

Bundesarchiv R 3017/12157

Urteil des „Volksgerichts­hofs” gegen Anton Kusebauch vom 5. April 1943

Bundesarchiv R 3017/12157

Sterbeurkunde von Anton Kusebauch vom 26. Juni 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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