Cornelius Kuyper


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Cornelius Kuyper
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 16157
Im November 1942 soll Cornelius Kuyper auf Berliner S-Bahnhöfen mehrere Male „unter Ausnutzung der Verdunkelung [...] Koffer gestohlen” haben. Das Sondergericht VI bei dem Land­gericht Berlin verurteilt ihn am 7. Juli 1943 wegen „fortgesetzten Diebstahls” nach der „Volksschädlingsverord­nung” zum Tode.
Sein Gnadengesuch wird abgelehnt und Cornelius Kuyper am 2. September 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Cornelius Kuyper
Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei
Berlin-Plötzensee, den 9. Juli 1943
An die Staatsanwalt bei die Sondegericht VI
in Berlin turmstr 91 Moabiet
Ich bitte Herr anwalt mich Vater von 3 Kinderen nog einmall om genade.
Ich bereuhe zeer wass ich begange habbe Und ich verspreche sie. Dass ich nimalls mehr von myn leben stelen woll ich habbe nog niemalls fiel smärsen gehabt wie heutte. Liebe Herr anwallt las mich toch leben ich Woll jeder misdaad wieder gut machen. Ich bitte sie Herr anwalt begnädige mich aufdas ich for mein 8 Kinderen kann arbeiden. Ich bin nicht So ein swehr verbrecher so wie man sagt ich bin angehits geworden. Und die hatte mich verrüht gemachts.
Herr anwallt ich bitte sie so wie Gott mich begändicht. begnädiche sie mich och
einmall ich habe doch die gansche waarheid ertzelt. Ich hofnett auf gott Herr anwaltt das sie mein äändsche richter mich begnädiche ich mochte gerne noch bleiben leben, das ich
for mein drei Kinderen arbeitten kann und for mein lieben Fraun ich bitte sie Herr anwallt begnadiche mich hünder
Kuyper Cornelius
Gnadengesuch von Cornelius Kuyper vom 9. Juli 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 16158
Mitteilung über die Hinrichtung von Cornelius Kuyper vom 2. September 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 16156
Sterbeurkunde von Cornelius Kuyper vom 3. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung








