Czesław Kwieciński

9. Juli 1883, Sydow/Gnesen (Żydowo/Gniezno) – 3. Dezember 1942
Czesław Kwieciński wird als Sohn eines Guts­verwal­ters in der Provinz Posen geboren. Nach der Volks­schule be­sucht er das Lehrer­seminar und ist im Anschluss als Lehrer tätig. In den Jahren 1907/08 leistet er seinen Mi­litär­dienst und unterrichtet danach bis zum Ersten Welt­krieg in Lissa. Nach seiner Teilnahme am Ersten Welt­krieg kehrt er in seinen Beruf zurück bis er 1934 in den Ruhe­stand versetzt wird. 1937 wird er erneut als Werk­lehrer eingestellt und arbeitet schließlich ab 1939 als Dolmet­scher und Büro­angestellter.
Am 14. Januar 1942 wird Czesław Kwieciński fest­genom­men. Ihm wird vorgeworfen, seit 1937 für den polnischen Geheim­dienst tätig gewesen zu sein. Czesław Kwieciński Bruder ist Reichs­deutscher und arbeitet als Angestellter der Wehr­macht in Hannover. Über seinen Bruder soll er interne Infor­mationen der Wehr­macht für den polnisch­en Geheim­dienst beschafft haben.
Czesław Kwieciński wird vom 3. Senat des „Volks­gerichts­hofs” am 28. September 1942 wegen „Lan­desverrats” zum Tode verurteilt und am 3. Dezember 1942 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Czesław Kwieciński

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Czesław Kwieciński vom 6. Juli 1942

Bundesarchiv R 3017/12182

Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Czesław Kwieciński vom 28. September 1942

Bundesarchiv R 3017/12182

Sterbeurkunde von Czesław Kwieciński vom 4. Dezember 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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