Josef Kysela

11. März 1889, Neubidschow (Nový Bydžov) – 30. Januar 1943
Josef Kysela

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Josef Kysela, 1940

Bundesarchiv R 3017/14671

Josef Kysela ist von Beruf Finanz­beamter. Während des Ersten Welt­­krieges gehört er der Tsche­choslo­wakischen Legion an.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht schließt er sich der natio­nalen Wider­stands­bewegung an und wird Teil der Wider­stands­­gruppe um Artur Schwarz. Diese hat über Miloš Bondy Kontakte zur geheimen Militär­organi­sation Obrana Národa (ON – Ver­tei­digung der Nation) und organisiert unter anderem den Transfer ehemaliger Legionäre in die Exil­armee ins Aus­land.
Josef Kysela soll nach Anweisung durch Artur Schwarz Sabotage­pläne gegen den Güter­verkehr nach Deutsch­land ausführen, eine größere gesamt­staatliche Aktion ist vorgesehen für den August 1940.
Die Gruppe wird enttarnt und Josef Kysela am 23. April 1940 festge­nommen. Am 21. November 1942 verurteilt ihn der 1. Senat des „Volks­gerichtshofs” zusam­men mit Artur Schwarz und wei­teren zwölf Ange­klagten wegen „Vorberei­tung zum Hochverrat” zum Tode.
Josef Kysela stirbt am 30. Januar 1943 während der Haft im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Kysela

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs“ gegen Artur Schwarz und andere vom 15. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/14671

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Artur Schwarz und andere vom 21. November 1942

Bundesarchiv R 3017/14671

Sterbeurkunde von Josef Kysela vom 1. Februar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück