Jean-Baptiste Lacmant

27. Juni 1916, Gennevilliers/Hauts-de-Seine – 26. Januar 1943
Jean-Baptiste Lacmant

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Jean-Baptiste Lacmant, Juli 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 6622

Der Franzose Jean Lacmant besucht die Schule nur bis zum elften Lebens­jahr, dann muss er sie aufgrund fehlender finanzieller Mittel abbrechen. Bis zum Sommer 1940 dient er im französischen Heer.
In Auber­villiers betreibt er mit seiner Frau ein Gemüse­geschäft und geht schließlich als französischer „Zivil­arbeiter“ nach Deutschland. Am 25. Oktober 1941 kommt Lacmant nach Berlin, arbeitet kurz als Monteur und findet dann eine Stelle als Fräser in Berlin-Friedrichs­hain. Am 4. Februar 1942 verurteilt ihn das Amts­gericht Berlin wegen Dieb­stahls zu einer drei­monatigen Gefängnis­strafe, die er bis Mitte April verbüßt.
Am 13. Juni 1942 verlässt Lacmant seine Arbeits­stelle. Gemeinsam mit dem Franzosen Maurice Masson über­fällt er am 26. Juni einen anderen Zwangs­arbeiter. Zwei Tage später werden Lacmant und Masson in Trebbin festge­nommen. Ihnen gelingt die Flucht aus dem Polizei­gefängnis, jedoch werden sie am 6. Juli 1942 erneut verhaftet. Das Sonder­gericht II bei dem Land­gericht Berlin verurteilt Lacmant und Masson am 14. November 1942 zum Tode.
Nach der Ablehnung seines Gnaden­gesuchs wird Jean Lacmant, Vater eines drei­jährigen Kindes, am 26. Januar 1943 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Jean-Baptiste Lacmant

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Bitte des Generalstaatsanwalts um Maßnahmen zur Verhinderung eines Suizids oder einer Flucht, 26. September 1942

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 2563

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Jean-Baptiste Lacmant, 27. Januar 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 6622

Sterbeurkunde von Jean-Baptiste Lacmant vom 27. Januar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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