Jean-Baptiste Lacmant


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Jean-Baptiste Lacmant, Juli 1942
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 6622
In Aubervilliers betreibt er mit seiner Frau ein Gemüse­geschäft und geht schließlich als französischer „Zivilarbeiter“ nach Deutschland. Am 25. Oktober 1941 kommt Lacmant nach Berlin, arbeitet kurz als Monteur und findet dann eine Stelle als Fräser in Berlin-Friedrichshain. Am 4. Februar 1942 verurteilt ihn das Amtsgericht Berlin wegen Diebstahls zu einer drei­monatigen Gefängnisstrafe, die er bis Mitte April verbüßt.
Am 13. Juni 1942 verlässt Lacmant seine Arbeitsstelle. Gemeinsam mit dem Franzosen Maurice Masson über­fällt er am 26. Juni einen anderen Zwangsarbeiter. Zwei Tage später werden Lacmant und Masson in Trebbin festgenommen. Ihnen gelingt die Flucht aus dem Polizeigefängnis, jedoch werden sie am 6. Juli 1942 erneut verhaftet. Das Sondergericht II bei dem Land­gericht Berlin verurteilt Lacmant und Masson am 14. November 1942 zum Tode.
Nach der Ablehnung seines Gnadengesuchs wird Jean Lacmant, Vater eines dreijährigen Kindes, am 26. Januar 1943 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Jean-Baptiste Lacmant
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Bitte des Generalstaatsanwalts um Maßnahmen zur Verhinderung eines Suizids oder einer Flucht, 26. September 1942
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 2563
Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Jean-Baptiste Lacmant, 27. Januar 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 6622
Sterbeurkunde von Jean-Baptiste Lacmant vom 27. Januar 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung







