Ulla Laetsch

22. August 1910, Berlin – 8. Juli 1942
Ulla Laetsch

Porträt von Ulla Laetsch

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 6296

Ulla Laetsch arbeitet nach dem Besuch einer Handels­schule als Kontoristin und als Schreibkraft. Ab September 1940 ist sie bei der Wehrmacht­auskunft­stelle beschäftigt. Dort werden auch nicht zustellbare Nachlass­sachen deutscher Kriegstoter registriert und verwahrt.
Ulla Laetsch wird im April 1942 unter dem Vorwurf festgenom­men, Geld und Wert­gegen­stände aus Nachlass­päckchen entwendet zu haben. Das Sonder­gericht II beim Landgericht Berlin verurteilt sie am 4. Juni 1942 wegen „Verbrechens gegen die Volks­schädlings­verordnung” in Verbindung mit Unter­schlagung zum Tode.
Nachdem ihr Gnaden­gesuch abgelehnt worden ist, wird Ulla Laetsch am 8. Juli 1942 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Ulla Laetsch

Landesarchiv Berlin A Rep 369, Nr. 2565

Urteil des Sondergerichts Berlin gegen Ulla Laetsch, 4. Juni 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 6296

Ablehnung des Gnadengesuchs von Ulla Laetsch, 29. Juni 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 6296/2

Kostenrechnung über die Vollstreckung des Todesurteils gegen Ulla Laetsch, 30. September 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 6296

Schreiben des Vorstands des anatomisch-biologischen Instituts der Universität Berlin Prof. Hermann Stieve mit der Bitte um Überlassung der Akten von Ulla Laetsch, 2. Oktober 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 6296

zurück