Jean-Marc Laffargue

25. April 1921, Bayonne – 25. August 1943
Jean-Marc Laffargue

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Jean-Marc Laffargue, Januar 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 1516

Jean-Marc Laffargue entstammt einer Arbeiter­familie im französischen Bayonne. Er erlernt das Bäcker­handwerk und kommt am 15. Dezember 1942 als „Zivil­arbeiter“ nach Berlin. Der 21-Jährige findet eine Stelle als Bäcker in Berlin-Span­dau, wo er bis zum 18. Januar 1943 arbeitet.
Am 15. Januar 1943 soll sich Laffargue an einem Raub­überfall auf einen französischen Zwangs­arbeiter beteiligt haben. Fünf Tage später wird er im Zug nach Paris festge­nommen. Das Sonder­gericht II bei dem Land­gericht Berlin verurteilt Laffargue zusammen mit neun weiteren Französinnen und Franzosen sowie einem Italiener am 1. Juli 1943. Obwohl beim Prozess Über­setzungs­schwierig­keiten offen­sichtlich werden, verurteilt das Gericht Laffargue und zwei weitere Franzosen zum Tode.
Nach der Ablehnung seines Gnaden­gesuchs wird Jean-Marc Laffargue am 25. August 1943 im Strafge­fängnis Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Jean-Marc Laffargue

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Jean-Marc Laffargue, 25. August 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 1517

Sterbeurkunde von Jean-Marc Laffargue vom 26. August 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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