Jean Lafont
Wenige Wochen später kommt Jean Lafont als französischer „Zivilarbeiter“ nach Deutschland. In Berlin findet er im Restaurant Aschinger am Spittelmarkt eine Stelle als Hausdiener. Wegen einer Erkrankung geht er seit dem 5. September 1943 nicht mehr zur Arbeit.
Am 5. Oktober begeht Jean Lafont zusammen mit dem Franzosen Georges Fournés einen Überfall auf ein Bekleidungsgeschäft in Berlin-Kreuzberg. Das Sondergericht III bei dem Landgericht Berlin verurteilt beide am 12. November 1943 auf der Grundlage der „Gewaltverbrecherverordnung“ zum Tode.
Der 19-jährige Jean Lafont wird am 6. Dezember 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Jean Lafont
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 17173
Mitteilung des Generalstaatsanwalts bei dem Landgericht Berlin über das Urteil gegen Jean Lafont, 12. November 1943
Landesarchiv Berlin A Rep 369, Nr. 2569
Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Jean Lafont, 6. Dezember 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 17173
Sterbeurkunde von Jean Lafont vom 7. Dezember 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung







