Jean Lafont

28. September 1924, Saint-André-de-Cubzac – 6. Dezember 1943
Jean Lafont besucht die Höhere Schule in Bordeaux bis zu seinem 17. Lebens­jahr. Anschlie­ßend beginnt er eine Lehre in der Apo­theke, muss diese jedoch aufgrund fehlender finanzieller Mittel im April 1943 abbrechen.
Wenige Wochen später kommt Jean Lafont als franzö­sischer „Zivil­arbeiter“ nach Deutsch­land. In Berlin findet er im Restau­rant Aschinger am Spittel­markt eine Stelle als Haus­diener. Wegen einer Erkran­kung geht er seit dem 5. September 1943 nicht mehr zur Arbeit.
Am 5. Oktober begeht Jean Lafont zusammen mit dem Fran­zosen Georges Fournés einen Überfall auf ein Beklei­dungs­geschäft in Berlin-Kreuz­berg. Das Sonder­gericht III bei dem Land­gericht Berlin verurteilt beide am 12. November 1943 auf der Grundlage der „Gewalt­verbrecher­verord­nung“ zum Tode.
Der 19-jährige Jean Lafont wird am 6. Dezember 1943 im Strafge­fängnis Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Jean Lafont

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 17173

Mitteilung des Generalstaatsanwalts bei dem Landgericht Berlin über das Urteil gegen Jean Lafont, 12. November 1943

Landesarchiv Berlin A Rep 369, Nr. 2569

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Jean Lafont, 6. Dezember 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 17173

Sterbeurkunde von Jean Lafont vom 7. Dezember 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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