Roger Lafont

29. Januar 1923, Paris – 29. September 1944
Roger Lafont ist seit Juni 1943 als französischer „Zivilarbeiter” bei den Askania-Werken in Berlin-Mariendorf beschäftigt. Nach einigen Wochen geht er nicht mehr zur Arbeit und wird deswegen in ein „Arbeits­erziehungslager” gebracht. Nach seiner Entlassung lebt er von Einbrüchen und Diebstählen.
Das Sondergericht IV bei dem Landgericht Berlin verurteilt Roger Lafont wegen zahlreicher Geschäfts­einbrüche auf der Grundlage der „Volksschädlings­verordnung” am 24. August 1944 zum Tode. Neun weitere der insgesamt 31 Angeklagten werden ebenfalls zum Tode verurteilt, die anderen erhalten zum Teil hohe Zuchthausstrafen.
Nach der Ablehnung seines Gnadengesuchs wird Roger Lafont am 29. September 1944 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Roger Lafont

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anordnung der Vollstreckung des Todesurteils, 22. September 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3072/25

Sterbeurkunde von Roger Lafont vom 30. September 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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