Ewald Lakota

14. September 1910, Königshütte (Chorzów) – 17. November 1939
Ewald Lakota wird im schlesischen Königs­hütte als Sohn eines Bergmanns geboren. Nach der Volks­schule ist er zunächst in der Landwirt­schaft und anschließend als Kraftwagen­schlosser und Kraftwagen­fahrer tätig. 1933 siedelt er nach Bytom (Beuthen) in Oberschlesien über und arbeitet als Bauarbeiter.
Ewald Lakota wird laut Anklage des „Volks­gerichtshofs” vorgeworfen, von April 1936 bis zu seiner Fest­nahme im September 1937 Beziehungen zum polnischen Nach­richtendienst unterhalten zu haben. Er hat militärisch relevante Informationen über die Stärke der Trup­penteile der Wehrmacht, Bewaffnung, Ausrüstung und Ausbildung beschafft. Außerdem soll er zusam­men mit dem von ihm angewor­benen Johann Sroka gefälschte Schriftstücke des Reichsarbeits­dienstes an den polnischen Nachrichtendienst weiterge­geben haben.
Der 3. Senat des „Volksgerichtshofs” verurteilt Lakota und Sroka wegen „Landesverrats” am 20. Sep­tember 1939 zum Tode.
Ewald Lakota wird am 17. November 1939 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Ewald Lakota

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Ewald Lakota und Johann Sroka vom 13. April 1939

Bundesarchiv R 3017/35236

Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Ewald Lakota und Johann Sroka vom 20. September 1939

Bundesarchiv R 3017/12207

Sterbeurkunde von Ewald Lakota vom 17. November 1939

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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