Erhard Lammel


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Erhard Lammel, 1941
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 37, inv. č./Inv. Nr. 227/1
Als die KPČ Ende 1938 verboten wird, arbeitet er illegal weiter. Nach Errichtung des „Protektorats Böhmen und Mähren” sucht er Kontakt zur illegalen Jugendbewegung in Prag (NHPM) und wird Mitherausgeber der Zeitschrift ISNO (Informationsdienst der nationalen Befreiung), die bald landesweit Verbreitung findet.
Nach einem erfolglosen Auswanderungsversuch in die UdSSR schließt sich Erhard Lammel Ende 1939 der illegalen KPČ in Mährisch Ostrau (Ostrava) an und wird 1940 Instrukteur einer Straßen- sowie einer Betriebszelle. Im Juli 1940 flieht er vor einer Verhaftungswelle nach Prag, wo er als Instrukteur der Kreise Reichenberg, Brüx-Teplitz und Troppau maßgeblich zum Wiederaufbau der KPČ beiträgt.
Er wird am 21. März 1941 festgenommen und vom „Volksgerichtshof” am 14. Oktober 1942 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Erhard Lammel wird am 1. Februar 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Erhard Lammel
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Erhard Lammel und andere vom 14. Oktober 1942
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 37, inv. č./Inv. Nr. 227/2
Fernschreiben der Gestapoleitstelle Berlin an die Gestapo Prag mit dem Befehl der Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Erhard Lammel, 3. Februar 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 37, inv. č./Inv. Nr. 227/3
Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Erhard Lammel, Februar 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 37, inv. č./Inv. Nr. 227/1
Sterbeurkunde von Erhard Lammel vom 2. Februar 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung


















