Victor Lanel

5. April 1909, Alençon/Orne – 26. Mai 1944
Nach dem Besuch der Volksschule erlernt Victor Lanel das Schlosserhandwerk. Im Januar 1941 kommt er als französischer „Zivilarbeiter“ nach Deutschland. Er arbeitet zunächst in einer Chemischen Fabrik in Bitterfeld, dann bei der AEG in Berlin-Oberschöneweide. Ab dem 1. Februar 1942 ist Lanel bei der Firma Götz in Berlin beschäftigt. Er verbüßt bis Ende September 1942 eine viermonatige Haftstrafe wegen „verbotenen Umgangs mit Kriegsgefangenen“. Victor Lanel ist verheiratet und Vater dreier Kinder.
Am 10. Dezember 1942 erscheint Lanel nicht mehr zur Arbeit und beteiligt sich bis Januar 1943 an fünf Geschäftseinbrüchen in Berlin. Er wird am 26. Januar 1943 festgenommen.
Das Sondergericht III beim Landgericht Berlin verurteilt ihn auf der Grundlage der „Volksschädlingsverordnung“ am 24. April 1944 zum Tode. Einen Monat später wird Victor Lanel am 26. Mai 1944 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Urteil des Sondergerichts III bei dem Landgericht Berlin gegen Victor Lanel und andere, 24. April 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 2570

Mitteilung über die Hinrichtung von Victor Lanel, 26. Mai 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2569/1

Sterbeurkunde von Victor Lanel vom 27. Mai 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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