Carl Langbehn
Seit Frühjahr 1940 kennt er den preußischen Finanzminister Johannes Popitz. Langbehns Kontakte zum Amt Ausland/Abwehr beim Oberkommando der Wehrmacht ermöglichen ihm Reisen ins Ausland. Gleichzeitig verfügt er über gute Beziehungen zu Heinrich Himmler. Die Töchter beider sind Klassenkameradinnen.
Popitz und Langbehn glauben, vermutete Meinungsverschiedenheiten innerhalb der nationalsozialistischen Führung für die Zwecke der Opposition nutzen zu können. Deshalb vermittelt Langbehn im August 1943 ein Gespräch zwischen Popitz und Himmler. Doch bleibt Himmlers Verhalten unergründlich.
Nach einer Reise in die Schweiz wird Langbehn wegen seiner Kontakte zu Allen W. Dulles und dem amerikanischen Geheimdienst im September 1943 von der Gestapo festgenommen. Er wird erst im Gestapo-Hausgefängnis in der Prinz-Albrecht-Straße und danach in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Ravensbrück festgehalten, wo er körperlich und psychisch misshandelt wird.
Wegen seiner Kontakte zum Netzwerk des Umsturzversuches vom 20. Juli 1944 verurteilt der „Volksgerichtshof” Carl Langbehn am 3. Oktober zum Tode. Am 12. Oktober 1944 wird er in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Carl Langbehn vor dem „Volksgerichtshof”, 3. Oktober 1944
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Johannes Popitz und Carl Langbehn, 3. Oktober 1944
Bundesarchiv NL Popitz Nr.94
Sterbeurkunde von Carl Langbehn vom 10. Oktober 1944
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung











