Marcel Langlet

17. Juli 1923, Paris – 8. Februar 1944
Marcel Langlet kommt am 17. Juni 1943 als französischer „Zivilarbeiter“ nach Deutschland. Er arbeitet als Mechaniker bei einer Auto-Reparaturfirma und dann bei einer Autofirma in Potsdam. Schließlich wird Langlet bei der Firma MBA Maschinenbau und Bahnbedarf beschäftigt.
Im Sommer 1943 stiehlt Marcel Langlet gemeinsam mit einem anderen Franzosen Tabakwaren aus dem Schrank eines niederländischen Zwangsarbeiters. Am 9. September 1943 entwenden beide aus einem Luftschutzbunker Geld, Lebensmittel und Kleidungs­stücke. Das Sondergericht IV bei dem Landgericht Berlin verurteilt beide am 18. Januar 1944 auf der Grundlage der „Volksschädlings­verordnung“ zum Tode.
Nach der Ablehnung seines Gnadengesuchs wird der 20-jährige Marcel Langlet am 8. Februar 1944 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet. Ein Schreiben des Auswärtigen Amtes, in dem sich die Leitung der französischen Dienststellen für eine Begnadigung aussprechen wollte, erreicht das Reichs­justizministerium erst nach Langlets Tod.

Dokumente

Gefangenenkarte von Marcel Langlet

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 4045/1

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Marcel Langlet, 8. Februar 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 4045/1

Schreiben des Auswärtigen Amtes, in dem es sich für eine Begnadigung von Marcel Langlet ausspricht, 10. März 1944

Bundesarchiv R 3001/143350

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