Henri Laurens

29. Dezember 1915, Paris – 8. September 1943
Henri Laurens

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Henri Laurens

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 2618

Nach dem Schulbesuch absolviert Henri Laurens eine Ausbildung zum Sanitäter bei der französischen Marine. Im November 1942 geht er als französischer „Zivil­arbeiter“ nach Deutschland. Er arbeitet bei der Weser Flugzeugbau GmbH in Berlin und wird als Schlosser auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof eingesetzt. Später wird Laurens nach Berlin-Wilmersdorf versetzt und kann in seinem erlernten Beruf arbeiten. Im April 1943 gibt er seine Arbeit auf.
Am 25. Mai 1943 berauben Laurens und der Franzose Marceau Vermoere einen anderen Zwangsarbeiter. Beide werden vom Sondergericht IV bei dem Landgericht Berlin am 10. August 1943 wegen „Verbrechens gegen §1 der Verordnung gegen Gewaltverbrecher“ zum Tode verurteilt.
Henri Laurens wird während der sogenannten Blutnächte am 8. September 1943 in der Strafanstalt Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Henri Laurens

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteilsformel des Sondergerichts IV bei dem Landgericht Berlin gegen Henri Laurens und Marceau Vermoere, 12. August 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 3169/1

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Henri Laurens, 8. September 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 3169/1

Sterbeurkunde von Henri Laurens vom 15. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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