René Lavenu

2. September 1925, Le Châtelet-en-Brie – 10. September 1943
Der Franzose René Lavenu ist als Schweißer in einem Rüstungsbetrieb tätig. Am 25. Februar 1942 kommt er als französischer „Zivilarbeiter“ nach Deutschland. Lavenu arbeitet für neun Monate bei Daimler-Benz in Gens­hagen. Als seine Mutter erkrankt, erhält Lavenu einen einwöchigen Urlaub, um sie zu besuchen. Er reist jedoch erst nach drei Monaten wieder nach Berlin und kehrt nicht zu seiner Arbeitsstelle zurück.
Im November 1942 sowie im Januar und Februar 1943 beteiligt sich Lavenu an fünf Einbruchdiebstählen in Berliner Geschäfte. Deswegen klagt ihn das Sonder­gericht IV bei dem Landgericht Berlin am 4. September 1943 gemeinsam mit neun anderen Zwangsarbeitern aus Frankreich und Belgien an. Auf der Grundlage der „Volks­schädlingsverordnung“ wird Lavenu, trotz seines jungen Alters, gemeinsam mit zwei weiteren Angeklagten zum Tode verurteilt.
Wenige Tage nach seinem 18. Geburtstag wird René Lavenu am 10. September 1943 während der sogenannten Blutnächte in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von René Lavenu

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3577

Mitteilung des Generalstaatsanwalts bei dem Landgericht Berlin über die Hinrichtung von René Lavenu, Robert Briatte und René Maquin

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3577

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von René Lavenu

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3577

Sterbeurkunde von René Lavenu vom 16. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bericht über die Vollstreckung von Todesurteilen vom 7. bis 10. Septem­ber 1943, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

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