Vincent Lavigne

18. Juli 1923, Rennes – 26. Januar 1945
Im Februar 1943 kommt der 19-Jährige Vincent Lavigne als französischer „Zivilarbeiter“ nach Deutschland. In Berlin ist er bei verschiedenen Firmen tätig. Wegen „seiner mangelnden Arbeitsdisziplin“ verbüßt Lavigne eine Strafe von 56 Tagen im „Arbeitserziehungslager“ Wuhlheide. Anschließend arbeitet er bei der Max Cochius GmbH, bis er am 11. Oktober 1944 wegen einer Hand­verletzung krankgeschrieben wird.
Von September bis Oktober 1944 beteiligt sich Vincent Lavigne an fünf Diebstählen. Dafür verurteilt ihn das Sondergericht IV bei dem Landgericht Berlin am 9. Januar 1945 zusammen mit fünf weiteren französischen Zwangsarbeitern der Grundlage der „Volksschädlingsverordnung“ zum Tode.
Nach der Ablehnung seines Gnadengesuchs wird Vincent Lavigne am 26. Januar 1945 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Vincent Lavigne

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Vincent Lavigne, 26. Januar 1945

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 2120/1

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