Alexandre Le Guludec

10. Dezember 1902, Lanester/Morbihan – 30. September 1943
Der Franzose Alexandre Le Guludec ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Am 17. November 1941 kommt Le Guludec als französischer „Zivilarbeiter“ nach Deutschland. Er wird zur Argus Motoren Gesellschaft in Berlin-Reinickendorf vermittelt und arbeitet dort bis Ende September 1942 als Rundschleifer.
Anschließend nimmt er wegen einer Erkrankung keine Arbeit mehr auf. Von Februar bis April 1943 beteiligt sich Le Guludec an mehreren Einbruchdiebstählen. Das Sondergericht V bei dem Landgericht Berlin verurteilt ihn und drei weitere französische Zwangsarbeiter am 21. September 1943 auf der Grundlage der „Volks­schädlingsverordnung“ zum Tode.
Nach der Ablehnung seines Gnadengesuchs wird Alexandre Le Guludec am 30. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Alexandre Le Guludec

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Ablehnung der Gnadengesuche von Georges Lorenzini, Alexandre Le Guludec, Francis Grieoche und André Lecomte durch den Reichsminster der Justiz, 30. September 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 2035

Mitteilung des Generalstaatsanwalts bei dem Landgericht Berlin über die Vollstreckung der Todesurteile an Georges Lorenzini, Alexandre Le Guludec, Francis Grieoche und André Lecomte, 1. Oktober 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 2035

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