Anne-Marie Le Muzie


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Anne-Marie Le Muzie, März 1944
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 1572/3
Le Muzie kommt im Februar 1942 als französische „Zivilarbeiterin“ nach Deutschland. Sie arbeitet für sechs Monate im Kontrollbüro einer Sprengstofffabrik in München. Nach einem kurzen Aufenthalt in Frankreich kehrt sie nach Deutschland zurück und wird bis Dezember 1942 bei den Siemens-Werken in Berlin eingesetzt. Wegen einer Erkrankung muss sie die Arbeit aufgeben und kehrt nach Frankreich zurück. Im Juli 1943 kommt sie erneut nach Deutschland und arbeitet als Bürohilfe bei den Sauerstoffwerken in Berlin-Tegel.
Das Sondergericht I beim Landgericht Berlin verurteilt sie am 19. Juli 1944 wegen Totschlags zum Tode. Nach der Ablehnung ihres Gnadengesuchs wird Anne-Marie Le Muzie am 15. September 1944 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Anne-Marie Le Muzie aus dem Frauengefängnis Barnimstraße
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 1572
Schreiben des Generalstaatsanwalts bei dem Landgericht Berlin über die Hinrichtung von Anne-Marie Le Muzie, 16. September 1944
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 1572
Sterbeurkunde von Anne-Marie Le Muzie vom 16. September 1944
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung





