Anne-Marie Le Muzie

21. Juli 1920, Pleubian – 15. September 1944
Anne-Marie Le Muzie

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Anne-Marie Le Muzie, März 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 1572/3

Nach dem Besuch des Lyzeums beginnt die Französin Anne-Marie Le Muzie ein Studium der Philosophie, muss es jedoch 1940 aufgrund fehlender finanzieller Mittel abbrechen.
Le Muzie kommt im Februar 1942 als französische „Zivilarbeiterin“ nach Deutschland. Sie arbeitet für sechs Monate im Kontrollbüro einer Sprengstofffabrik in München. Nach einem kurzen Aufenthalt in Frankreich kehrt sie nach Deutschland zurück und wird bis Dezember 1942 bei den Siemens-Werken in Berlin eingesetzt. Wegen einer Erkrankung muss sie die Arbeit aufgeben und kehrt nach Frankreich zurück. Im Juli 1943 kommt sie erneut nach Deutschland und arbeitet als Bürohilfe bei den Sauerstoffwerken in Berlin-Tegel.
Das Sondergericht I beim Landgericht Berlin verurteilt sie am 19. Juli 1944 wegen Totschlags zum Tode. Nach der Ablehnung ihres Gnadengesuchs wird Anne-Marie Le Muzie am 15. September 1944 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Anne-Marie Le Muzie aus dem Frauengefängnis Barnimstraße

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 1572

Schreiben des Generalstaatsanwalts bei dem Landgericht Berlin über die Hinrichtung von Anne-Marie Le Muzie, 16. September 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 1572

Sterbeurkunde von Anne-Marie Le Muzie vom 16. September 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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