Jean Ledoux

27. April 1915, Nantes – 8. September 1943
Jean Ledoux

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Jean Ledoux, Juni 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 1837/2

Jean Ledoux besucht nach der Volksschule eine Handelsakademie und arbeitet anschließend in der Weinhandlung seines Vaters. Ab 1935 leistet er Militärdienst und wird 1937 für zwei Jahre nach Nordafrika versetzt. Danach arbeitet Ledoux in einer Konservenfabrik in La Roche-sur-Yon. Ledoux ist verheiratet und wird im Juni 1935 Vater.
Im August 1942 wird er als „Zivilarbeiter“ nach Deutschland zur Firma Siemens in Berlin „dienst­verpflichtet“. Am 11. November 1942 erscheint Ledoux nicht mehr zur Arbeit. Nachdem er Anfang April 1943 von der Polizei aufgegriffen wird, nimmt er die Arbeit bei Siemens wieder auf.
Am 4. Mai 1943 begeht Ledoux einen gescheiterten Überfall auf eine Gastwirtschaft. Das Sondergericht V bei dem Landgericht Berlin verurteilt ihn am 22. Juli 1943 zum Tode.
Nach der Ablehnung seines Gnadengesuchs wird Jean Ledoux in der Nacht vom 7. auf den 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Jean Ledoux

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 1837/1

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Jean Ledoux, 7. September 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 1837/1

Sterbeurkunde von Jean Ledoux vom 14. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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