Werner Leege

2. April 1913, Berlin – 22. September 1942
Nach dem Tod des Vaters im Ersten Welt­krieg wächst Werner Leege in einem Kinder­heim auf und absol­viert nach der Schule eine Lehre als Schuh­macher.
In Bielefeld lernt er 1939 Heinz Baak kennen. Mit Leeges Radio­apparat hören die beiden ab Mitte 1940 vor allem das deutsch­­sprachige Programm der BBC ab. Zum Wehr­dienst werden sie wegen „Kör­per­schwäche” nicht ein­ge­zogen.
Im Jahr 1941 beginnen Baak und Leege, in Biele­felder Arbeiter­vierteln Flug­blätter zu streuen und Parolen an Wände zu schreiben. Beim Kleben von Flug­blättern werden sie am 9. Juli 1941 ertappt und festge­nommen.
Obwohl bei Heinz Baak eine „vermin­derte geistige Zu­rechnungs­fähigkeit” festge­stellt wird, werden beide am 4. Mai 1942 vom 2. Senat des „Volks­gerichts­hofs” wegen „Feind­begüns­tigung unter Aus­nut­zung der Verdun­kelung in Verbin­dung mit einem Verbre­chen des Abhörens aus­län­discher Rund­funk­sender” zum Tode verurteilt.
Werner Leege wird am 22. September 1942 im Strafge­fängnis Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Werner Leege

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Flugschrift von Werner Leege und Heinz Baak, 1941

Bundesarchiv R 3017/4353

Flugblatt von Werner Leege und Heinz Baak, 1941

Bundesarchiv R 3017/4353

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Werner Leege und Heinz Baak vom 4. Mai 1942

Bundesarchiv R 3017/4352

Bekanntmachung der Hinrichtung von Werner Leege und Heinz Baak vom 22. September 1942

Bundesarchiv R 3017/4352

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