Paul Legatzki

21. April 1893, Orlandshof/Posen (Wyrzysk) – 22. Februar 1943
Paul Legatzki

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Paul Legatzki, 1940

Bundesarchiv R 3018/14829

Paul Legatzki wird am 21. April 1893 in Orlandshof in Posen geboren und arbeitet nach dem Besuch der Volks­schule in einer Gärtnerei und in der Land­wirt­schaft. Er nimmt als Soldat am Ersten Welt­krieg teil und wird 1923 als Unterfeld­webel aus der Reichs­wehr entlassen. Ab 1930 ist er als Zoll­assis­tent in verschiedenen Orten im deutsch-polnischen Grenz­gebiet beschäftigt und steigt im Februar 1939 zum Zoll­inspek­tor auf. Seit 1937 ist er Mitglied der NSDAP.
Legatzki ist zwischen Sommer 1933 und August 1934 für den polnischen Geheim­dienst tätig. Er erstattet seinem Verbin­dungs­mann mehrmals Bericht unter anderem über die Organisation und Ausbildung der Einheiten des neu aufgestellten Zoll­grenz­schutzes.
Er wird im Mai 1940 festge­nommen, vom „Volks­gerichts­hofs“ am 11. September 1942 wegen „Landes­verrats“ zum Tode verurteilt und am 22. Februar 1943 im Straf­gefäng­nis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Paul Legatzki

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Paul Legatzki vom 11. September 1942

Bundesarchiv R 3017/12319

Anfrage des Rechtsanwalts bezüglich einer Sterbeurkunde und die Überführung des Leichnams ihres Ehemannes im Namen von Maria Legatzki vom 2. März 1943

Bundesarchiv R 3018/14829

Sterbeurkunde von Paul Legatzki vom 23. Februar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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